Baltic Sea Circle 2017 · Rallye

Tag 15

Der Tag begann mit heißen Diskussionen, welche Strecke wir heute bestreiten wollen.  Vier Teams waren sich nicht ganz einig. Soll es schon nach Deutschland gehen oder verbringen wir die letzte Nacht in Polen? Wollen wir Danzig sehen oder ist der Umweg zu groß? Schlussendlich entschieden wir uns das erste Mal während der Rallye, getrennte Wege zu fahren. Team Wanderbaustelle biss die Zähne zusammen und fuhr bis nach Hamburg durch. Die Suederelbe-Bricks begleiteten sie auf den ersten Kilometern und blieben dann in Polen. 
Wir starteten zunächst gemeinsam mit dem Superschnitzel-Team. Unser Ziel war ein Rossmann, in dem wir Fotos unserer Rallye drucken wollten. Die heutige Tagesaufgabe bestand nämlich darin, unser Roadbook fertig auszufüllen, die Punkte zusammenzuzählen und die Beweisfotos einzukleben.

Konzentration!

Bei Rossmann kauften wir gleich noch einen wunderschönen roten Lippenstift, den wir zur Erfüllung einer letzten Fotoaufgabe benötigten. Wir sollten uns als Matroschka verkleiden. Gesagt, getan. Wir stellen fest, dass Robert nicht nur sein Bart ausgezeichnet steht. Er kann auch dezent aufgetragenes Rouge und Lippenstift ganz hervorragend tragen.

Matroschken
Nun war auch für uns der Zeitpunkt gekommen, den Schnitzels ade zu sagen. Sie düsten nach Danzig und schlugen sich den Bauch mit Piroggen voll. 

Und sie sagten noch, dass sie uns etwas mitbringen, wenn etwas übrig bleibt. Ja, wenn!
Wir nahmen den kürzesten Weg nach Stettin. Auf den letzten Metern der Rallye ließ Frieda ihrem Navigationstalent freien Lauf. Wir landeten in irgendeinem Industriegebiet und wären fast in einen Radweg abgebogen. Immerhin entdeckten wir auf dem unerhofften Unweg ein Unternehmen, das heißt wie wir. Sie stellen Backpflaumen her.
Taylors Backpflaumen
 

Natürlich dauerte es auch heute nicht lange, bis die Sehnsucht nach den anderen Teams einsetzte. Keiner von uns wollte die letzte Rallyenacht ohne die anderen Teams verbringen. In den letzten Tagen haben wir uns doch alle sehr an unsere kleine Rallye-Wohngemeinschaft gewöhnt. Wir entschlossen uns kurzerhand, uns am Abend in Stettin wiederzutreffen. Da es regnete, buchten wir eine Hütte für sechs Personen am Yachthafen. Scheinbar erweckten wir einen unseriösen Eindruck bei dem polnischen Rezeptionisten. Er wies uns höflich darauf hin, dass wir bitte keine wilde Party in der Hütte veranstalten sollten. Wir befolgten die Anweisung, grillten gemütlich auf unserer Terrasse und lauschten lauter klassischer Musik, mit der uns die Gäste der Nachbarhütte beschallte. Wir nehmen an, dass Operngesang nicht als Party gilt. Man lernt ja nie aus.

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