Baltic Sea Circle 2017 · Rallye

Tag 4

Wie auch schon gestern stand uns heute wieder eine lange Etappe bevor. In der Nähe von Strömsund brachen wir auf nach Bodø (Norwegen), wo wir morgen die Fähre auf die Lofoten nehmen wollen.

Die heutige Tagesaufgabe stank uns gewaltig. Wir kauften bereits am Vortag eine Dose Surströmming ([sʉ̌ːʂtrømːiŋ]; schwedisch saurer Hering, ist eine schwedische Fischspeise, die durch Säuerung konserviert wird. Sie riecht „intensiv; faulig und stinkend“). Der Deckel unserer Dose wölbte sich schon verdächtig nach oben. Ein Einheimischer empfahl, sie besser unter Wasser zu öffnen. Hervor traten hübsche Blubberblasen, die einen atemraubenden Duft verströmten. Ungefähr so müssen sehr lange, in muckeliger Wärme gelagerte Eier riechen.

Die geöffnete Dose durften wir anschließend für 200 km im Auto mitnehmen. Vorsorglich verpackten wir sie in eine Zippertüte, was den Geruch aber auch nicht vollständig verschloss. Zudem stank einfach alles fürchterlich, was in Berührung mit der Dose kam. So hatten wir mehrere Stunden etwas von der heutigen Herausforderung.

Gut ausgerüstet
Gleich geht’s los – die Vorfreude ist unermesslich
Operation unter Wasser
Luft anhalten
Fotobeweis mit Kilometerstand
 

Probiert haben wir die Delikatesse anschließend nicht, sahen aber Christian vom befreundeten Superschnitzel-Team dabei zu. Den Geschmack konnten wir über seinen Gesichtsausdruck nachempfinden. Damit gaben wir uns zufrieden. Nachdem wir den Fisch vergraben hatten, gab es für uns alle ein schönes Picknick und plötzlich rannten Rentiere an uns vorbei. Niiiiedlich.

Rudolph und sein Kumpel
 

Dann ging es weiter auf unserer langen Fahrt Richtung Bodø. Unterwegs hielten wir noch am Polarkreis. Dort sind wir durch den Schnee (was davon übrig war) gehüpft, denn wir sollten für eine unserer Fotoaufgaben auf einem Gletscher mit einer norwegischen Flagge stehen. Improvisation ist eben alles.

Unser Gletscher mit norwegischer Flagge im Hintergrund

Auch der Frogger steht auf dem „Gletscher“
Polarsirkelsenteret
 

Der Versuch, unsere Tauschaufgabe zu erfüllen, scheiterte heute kläglich. Stattdessen lernten wir, dass man Pflanzen und vor allem Erde nicht von Schweden nach Norwegen einführen darf. Aha. Also werben wir beim nächsten Versuch nicht mit der Herkunftsangabe.

Danach zog sich die Fahrt in die Länge. Auf der schnellen Strecke war ab 21:00 Uhr ein Tunnel gesperrt. Wir standen 21:07 Uhr davor, machten kehrt und nahmen eine andere Route. Diese schlängelte sich bergab, bergauf an den Fjorden entlang und belohnte uns mit wunderschöner Landschaft und toller Lichtstimmung. Einfach herlich. Es wäre schade gewesen, wenn wir das verpasst hätten.

Pittoresk I
Pittoresk II
Pittoresk III
 

Gegen 23:10 Uhr erreichten wir nach kurzer Suche unser Nachtlager mit Blick auf’s Wasser. Nur umdrehen durfte man sich nicht, denn wir waren mitten in einem Industriegebiet. 
Viel Schlaf bleibt uns heute nicht. 5:00 Uhr klingelt der Wecker und 7:00 Uhr geht die Fähre zu den Lofoten.

Unser idyllischer Schlafplatz
Nur nicht umdrehen

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Ein Kommentar zu „Tag 4

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