Baltic Sea Circle 2017 · Rallye

Tag 9

Heute nun kam der Tag, den wir mit (An)Spannung erwartet haben. Der Grenzübertritt nach Russland stand auf dem Plan. Ein Team, das schon einen Tag früher dran war, wurde abgewiesen. Dies führte zu wilden Recherchen und Diskussionen in den Rallye-Chatgruppen, was man denn nun alles beim Grenzübertritt beachten müsste. Tatsächlich hatte das abgewiesene Team rohe Kartoffeln und mehr als drei Liter Alkohol pro Person dabei, was den Einreisebedingungen widerspricht. Wir aber waren gut vorbereitet, denn wir hatten am Vorabend einfach alles mögliche aufgegessen und ausgetrunken.

Bei der Ausreise aus Finnland wurden wir schon erwartet. Die Grenzbeamten verfolgten ganz gespannt den Rallye-Tracker. Durften wir sogar fotografieren.

Finnischer Grenzer verfolgt Live-Tracking

Die anschließende Einreise nach Russland verlief ebenfalls problemlos. Wir mussten Formulare ausfüllen. Eines doppelt. Blaupapier oder Kopierer scheint es dort nicht zu geben. Dann wurde das Auto kurz untersucht. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass sich der Zollbeamte mehr für unseren Innenausbau interessierte also für die Lebensmittel.

Weiter ging es auf russischen Straßen. Sie haben einfach jeden Aggregatzustand zu bieten. Von tiefen Kratern, kreativ geflickten Schlaglöchern, Schotterpisten bis zu frisch geteerten Abschnitten war alles dabei. Die Radiosender geben alles und gelegentlich steht mal ein wiler Hund auf der Straße.

Blühende Landschaften
Wilder Hund bleibt einfach stehen

​​

Einen diesen dieser Krater durchfuhren wir zu schwungvoll, sodass nun eine Radkappe fehlt und die Felge eine Delle hat. Mitfahrende Autoexperten empfahlen einen Reifenwechsel und packten gleich selber an. Der Wechsel und das Ausdengeln der zerbeulten Felge dauerten höchstens zehn Minuten. Die Hilfsbereitschaft unter den Teams ist grandios. Danke Jungs! 

Rallyefahrer beim Reifenwechsel
und Ausdengeln

Unsere Tagesaufgabe war heute unspektakulär. In Murmansk sollten wir den ersten atombetriebenen Eisbrecher finden und uns davor fotografieren lassen. Für eine Besichtigung war keine Zeit, denn wir wollten heute noch Kandalakshsky erreichen, was noch in einiger Entfernung lag. Es war aber genug Zeit, schnell eine Simkarte für 3€ mit 12 Gb Datenvolumen zu kaufen. So können wir euch auch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden halten.

Posen vorm ollen Schiff

Am Tagesziel angekommen, begaben wir uns auf die Suche nach einem Plätzchen zum wilde Campen. Stattdessen trafen wir bei einer frisch sanierten Skihütte viele andere Teams und entschieden uns spontan für ein Zimmer. Zum ersten Hochzeitstag kann man sich ja mal etwas Luxus gönnen.

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Ein Kommentar zu „Tag 9

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